Die schönsten Liebesromane: 5 Werke für die Ewigkeit

Viele Geschichten über die Liebe werden die Menschen nie vergessen. Dabei endet längst nicht jeder Roman über die schönste Sache der Welt immer glücklich – so wie in der wohl berühmtesten Liebesgeschichte der Welt, Shakespeare’s „Romeo und Julia“. Oft sind es Tragödien und Dramen, die Leser zum Buch greifen lassen und die Geschichte ganz besonders ergreifend machen. Doch egal, ob mit oder ohne Happy End: Einige Liebesromane, zum Teil schon über ein Jahrhundert alt, geraten dabei wohl niemals in Vergessenheit.

Jane Austen: „Stolz und Vorurteil“

Bereits im Jahre 1813 erschienen, nimmt die Autorin Jane Austen in ihrem Roman „Stolz und Vorurteil“ das Gesellschaftsleben der Engländer unter die Lupe. Die Protagonistin Elizabeth weigert sich, trotz des Drängens ihrer Mutter, ihren wohlhabenden, aber komischen Cousin Mr. Collins zu heiraten. Den neuen Nachbarn ihrer Familie, Mr. Darcy, empfindet sie als arrogant, da dieser nicht viel von Elizabeths Familie und von ihr hält. Später jedoch verliebt er sich tatsächlich aufgrund ihrer Schönheit, Klugheit und Schlagfertigkeit in Elizabeth und macht ihr einen Heiratsantrag.

Verurteilungen, Gier, Lügen und Intrigen nehmen aber während der gesamten Erzählung Raum ein und schaffen dabei nicht gerade die idealen Bedingungen für ein Zusammenkommen. Der Leser kann sich an Zwischenmenschlichkeiten und emotionalen Dialogen der besonderen Art erfreuen. Wie es am Ende mit der Liebe zwischen Elizabeth und Mr. Darcy aussieht, sollte der Leser am besten selbst herausfinden.

Alexandre Dumas: „Die Kameliendame“

Alexandre Dumas erzählt in seinem 1848 veröffentlichten Roman über die Kurtisane Marguerite Gautier. Ein Mann aus besten Pariser Kreisen, Armand Duval, verliebt sich unglücklich und zugleich unsterblich sie. Eifersüchteleien aufgrund ihres Lebensstiles gefährden die Beziehung der beiden, doch als sich endlich scheinbar alles zum Guten wendet und Marguerite ihr früheres Leben für Armand aufgibt, funkt dessen Vater dazwischen. Ehre, Macht und Geld stehen der Liebe im Weg, denn die vermeintlich ehrlose Verbindung gefährde das Ansehen der Duvals. Um Armands Willen verlässt Marguerite ihn – dieser jedoch erfährt nichts über ihre ehrenhaften Beweggründe. Erst als sie aufgrund einer Lungenerkrankung im Sterben liegt, offenbaren sich Armand die wahren Gründe ihres Handelns. Das gemeinsame Glück als unerfüllter Traum: Ein Liebesroman mit viel Herzschmerz, der sich auf den Leser überträgt.

Theodor Fontane: „Effi Briest“

Auf Wunsch der Eltern heiratet die junge Effi einen mehr als doppelt so alten Mann, Baron von Innstetten. Zwar akzeptiert Effi ihre Situation anfangs, wird mit ihrer Lage aber nie glücklich. Sie fürchtet sich in dem großen ländlichen Haus und leidet aufgrund der ständigen Abwesenheit ihres Mannes unter großer Einsamkeit. Als sie sich auf eine Liebelei mit dem Offizier Crampas einlässt, kommt es zum Ehebruch, denn von Innstetten ist außerstande, Effi zu verzeihen. Ein Duell ist die Folge – Innstetten tötet Crampas dabei und lässt sich von Effi scheiden. Gesellschaftlich geächtet wird sie auch von ihren Eltern verstoßen, die sie erst wieder aufnehmen, als Effi bereits todkrank ist. Fontane gewährt dem Leser in seinem Roman von 1896 einen interessanten Einblick in die Begebenheiten zum Ende des 19. Jahrhunderts.

Nicholas Sparks: „Wie ein einziger Tag“

Schmerzlich und dennoch von Liebe erfüllt, wird in diesem Roman die Geschichte von Allie und Noah erzählt. Aus einer Jugendliebe erwächst der lebenslange Wunsch nach Zusammengehörigkeit, doch gesellschaftliche Unterschiede, der Zweite Weltkrieg und weitere Unglücke trennen das Paar. Den jeweils anderen wirklich vergessen können jedoch beide trotz anderer Beziehungen nicht. So löst Allie ihre Verlobung mit dem wohlhabenden Anwalt Lon Hammond, um schließlich Noah heiraten zu können, nachdem diese sich nach Jahren der Trennung endlich wieder getroffen haben und ihre Gefühle füreinander unverändert sind. Sie führen endlich ein glückliches, gemeinsames Leben und bekommen fünf Kinder.

In der Rahmenhandlung, in der ein älterer Mann einer Frau in einem Seniorenheim Allies und Noahs glückliche Lebensgeschichte vorliest, wird klar, dass es die gealterten Protagonisten sind. Mithilfe ihrer wunderbaren Liebes- und Lebensgeschichte versucht Noah, Allie von ihrer Alzheimer-Krankheit zu heilen. Nicholas Sparks hat 1996 hiermit eine gefühlvolle Geschichte über ewige Liebe geschrieben, die den Leser zwangsläufig dazu bringen wird, ein Taschentuch zu zücken.

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