Liebe in der Religion: Was Christentum, Islam und Co. erlauben

Die Liebe nimmt für jeden Menschen einen hohen Stellenwert ein und ist zentraler Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Auch die großen Weltreligionen machen die Liebe in ihren Schriften und Geboten zum Thema. Dabei setzen die verschiedenen Glaubensrichtungen unterschiedliche Schwerpunkte und ziehen eigene Grenzen.

Die Liebe im Christentum

Das Christentum betrachtet die Liebe als einen auf Dauer angelegten Bund. Scheidungen und Ehebruch sind vor allem in der katholischen Kirche nicht vorgesehen. Die Ehe gilt mit dem vor Gott abgelegen Eheversprechen als unauflöslich. In der katholischen Kirche wird Geschiedenen eine kirchliche Wiederheirat verwehrt. In diesem Punkt ist die protestantische Kirche toleranter.

Seitensprünge und außereheliche Beziehungen gelten im christlichen Glauben als Sünde. Eine weitere Besonderheit des christlichen Glaubens in Bezug auf die Liebe ist das Zölibat katholischer Priester, welches keine Form der partnerschaftlichen Liebe zulässt. In ihrem Amt sollen sie sich so intensiver ihrem Glauben widmen können.

Die Liebe im Islam

Grundsätzlich wird der Liebe im Islam ein hoher Stellenwert beigemessen, wobei auch die sinnliche Komponente in ihrer Bedeutung anerkannt wird. Diese soll jedoch ausschließlich im Rahmen einer Ehe ausgelebt werden. Dieses Bündnis ist Teil der vollendeten Gläubigkeit, daher werden frühe Ehen angestrebt. Der Koran unterscheidet verschiedene Formen der Liebe und gibt auch Hinweise, wie unerlaubte Formen oder Versuchungen vermieden werden können. So sollen Frauen beispielsweise ihre Reize nicht offen zur Schau stellen, um Männer nicht zu verführen.

Die Liebe im Judentum

Auch im Judentum stellt die Eheschließung die zentrale Form der gelebten Liebe dar. Viele Handlungen im jüdischen Glauben setzen eine bestehende Ehe voraus und können nur von beiden Partnern gemeinsam ausgeführt werden. Die Liebe zwischen Mann und Frau gilt im Judentum als die absoluteste Form der Liebe. Der jüdische Glauben erlaubt auch Rabbinern die Hochzeit. Im modernen Judentum können Ehen geschieden und erneut geheiratet werden, in konservativen Kreisen wird dies nicht toleriert.

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1 Kommentare.

  1. Die sprüche auf Englisch sin sehr schönn :oops:

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